NVR Rekorder für die Videoüberwachung

Der NVR Rekorder als sicheres Aufnahme- und Speichergerät für IP Überwachungskameras!

Mit einem Netzwerk Videorekorder für IP Kameras lassen sich die Videosignale von angeschlossenen IP Kameras aufzeichnen, archivieren und bearbeiten. Der Netzwerkekorder ist das zentrale Speichergerät einer Videoüberwachungsanlage, da alle IP Kamerasignale hier zusammenlaufen und je nach Anforderung gespeichert oder weiterverarbeitet werden.

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Wie funktioniert ein NVR Rekorder?

Im Gegensatz zu den sogenannten DVR Rekordern, die die Videosignale von analogen Überwachungskameras aufzeichnen (Hybridlösungen können sowohl analoge Kameras als auch IP Kameras verwalten), ist der NVR Videorekorder ausschließlich für die Aufzeichnung von IP Kameras, also Netzwerk Kameras geeignet. Diese Technik hat sich in den letzten Jahren durchgesetzt, obwohl der DVR als Hybridlösung nach wie vor bei bestehenden Anlagen mit analoger Kameratechnik zum Einsatz kommt. Die Hybridlösung akzeptiert Netzwerk Kameras und analoge Kameras.



Was ist der Unterschied zwischen analogen Überwachungskameras und IP Kameras?

Analoge Kameras benötigen das Koaxkabel als Verbindung zum Kamera Rekorder. IP Kameras arbeiten mit einem Netzwerk Protokoll, können also in jedes Netzwerk integriert werden. Dies ist der größte Vorteil der IP Technologie gegenüber analogen Anlagen.

Die analoge Überwachungstechnik wurde durch den Begriff CCTV (Closed Circuit TV) geprägt, da die Überwachungsanlagen geschlossene Systeme darstellten, ohne Zugriff von außen und ohne die Möglichkeit der Vernetzung. Mit der Einführung der Netzwerktechnologie war es möglich, den Rekorder (oder auch Speichermedien wie Netzwerkspeicher NAS) nicht nur als lokales Aufnahmegerät zu verwenden, sondern als zentralen Server und Speicher für alle im Netzwerk verfügbaren Kameras einzusetzen, unabhängig vom Standort.

Mit der Weiterentwicklung der Kamerasensoren in den Megapixelbereich stieß aber die analoge Technik an ihre Grenzen, da es mit der üblichen Technologie nicht möglich war, Videosignale mit mehr als der VGA/D1 Auflösung über das Koaxkabel zu transportieren. Man experimentierte zwar mit verschiedenen Verfahren (stitching, also das serielle Übertragen von Teilbildern), aber ohne Erfolg. Erst die Technologien HD-SDI, welche vorher schon sehr erfolgreich im Broadcast-Bereich Anwendung fand und HD-TVI und HD-CVI ermöglichten den Transport von Full HD Videosignalen über das Koaxialkabel.

Ein wichtiges Merkmal der Übertragung von Videosignalen über das Koaxkabel mit HD-SDI oder HD-CVI ist die verzögerungsfreie Ausführung von Befehlen, zum Beispiel das Schwenken und Neigen von PTZ Kameras und auch die Übertragung der Videostreams. In einem Netzwerk lässt sich eine zeitliche Verzögerung nicht verhindern, ist aber bei den meisten Anwendungen vernachlässigbar.

Mittlerweile sind IP Kameras der Standard in der Videoüberwachung. Neue Anlagen verwenden das Netzwerk als Träger der Information zwischen Netzwerkrekorder und IP Kamera.



Welchen NVR Rekorder benötige ich für meine Anlage?

Zunächst ist es wichtig, die Anzahl der IP Kameras, also die Kanal Anzahl, festzulegen. Für den Fall, dass die Anlage später erweitert werden soll, planen Sie zusätzliche Kameras ein.

1. Übliche Rekorder haben 4-, 8-, 16- oder 32 Eingänge. Bei kleinen Anlagen sollte ein 4- oder 8 Kanal Rekorder ausreichen. 16 Kanal Versionen oder 32 Kanal Versionen kommen eher bei professionellen Anlagen zum Zuge.

2. Die Aufnahme der Videosignale erfolgt auf einer Festplatte, die in verschiedenen Größen angeboten wird. Um die Festplattengröße festzustellen, sind folgende Angaben notwendig:

   a. Bilder pro Sekunde (auch fps genannt): Das menschliche Auge nimmt flüssige Bewegungen ab 15 Bildern pro Sekunde wahr. Die meisten Kameras bieten 25 - 30 Bilder pro Sekunde, und dies selbst bei sehr hohen Auflösungen wie 5 Megapixel.

   b. Aufzeichnungsdauer: Hier legen Sie fest, ob ständig, also 24 Stunden an 7 Tagen, aufgezeichnet werden soll oder nur an Wochentagen oder während Öffnungszeiten, vielleicht auch nur im Alarmfall.

   c. Auflösung der Kamera: Eine Full HD Kamera mit 2 Megapixel benötigt erheblich weniger Speicherplatz als eine 8 Megapixel Kamera.

   d. Kompressionsverfahren: Hier lässt sich mit dem H.264 bzw bei neueren Kameras H.265 Verfahren sehr viel Platz sparen, da nur die Bildänderungen übertragen werden.

Wer sich davor scheut, all diese Angaben nachzurechnen und festzulegen, gibt es eine relativ einfache Methode, den Speicherplatz sicher zu berechnen:

Bei 25 Bildern pro Sekunde, einer kontinuierlichen (24/7) Aufnahme, mit dem Einsatz einer Full HD (2MP) Überwachungskamera und einer H.264 oder H.265 Kompression benötigt jede Kamera etwa 4Mbit (Megabit), also 0,5MB (Megabyte).

Dies wird jetzt einfach mit der Anzahl der Kameras und pro Monat hochgerechnet: 0,5MB x Anzahl der Kameras x 60 Sekunden x 60 Minuten x 24 Stunden x 30 Tage = Anzahl Kameras x 1,3TB = Notwendiger Speicherplatz für einen Monat.



Gibt es Unterschiede bei Netzwerkrekordern?

Der IP Kamera Rekorder hat neben der Kanal Anzahl (4/8/16/32) die Möglichkeit, die angeschlossenen Kameras über das Netzwerk Kabel mit Spannung zu versorgen. Bei diesem NVR Rekorder POE wird also nur ein Kabel zur Kamera geführt, man spart sich die Spannungsversorgung der IP Kamera. Die POE Technologie (POE Power over Ethernet) erleichtert die Installation von Überwachungskameras enorm.

Megapixel Kameras haben sich in den letzten Jahren stark durchgesetzt. Dementsprechend sollte auch der Rekorder in der Lage sein, die Aufzeichnung in Megapixel Auflösung durchzuführen. Die Hersteller haben gut reagiert, und mittlerweile bieten auch günstigere Produkte die Aufzeichnung in Megapixel an.  

Eine weitere Version ist der NVR Rekorder WLAN, der sowohl kabelgebundene als als auch WLAN Kameras zulässt. Hier ist es nicht notwendig, die IP Kamera mittels Netzwerkkabel mit dem NVR zu verbinden; es wird die WLAN Verbindung aufgebaut.



Wie kann ich die aufgenommenen Videos ansehen?

Der NVR Rekorder hat on der Regel einen HDMI Ausgang und oft auch einen zusätzlichen VGA Ausgang, so werden die Videos über ein Menü auf dem Bildschirm angezeigt. Viele NVR Rekorder verfügen auch über eine web access für Smartphones und Tablets. Hiermit lassen sich sowohl die Live Videos als auch aufgenommene Videos darstellen. So können Sie von überall auf der Welt auf die Videos zugreifen.

Wenn sie eine Überwachungsanlage planen und sich informieren möchten, sprechen Sie uns an, wir stehen Ihnen sehr gerne unter der Telefonnummer 02433 / 964 25 80 von montags bis freitags von 9 Uhr bis 16 Uhr zur Verfügung!