Für den Fachmann gängige Begriffe, für den Anwender oft unverständliche Begriffe, die in Prospekten und Datenblättern verwendet werden.

Wer kennt schon Begriffe wie WDR, AGC und POE? Wenn ein Überwachungssystem für das eigene Haus geplant sind, werden diese Begriffe allerdings sehr wichtig, denn das Ergebnis einer Überwachungskamera sollte perfekt sein, da sich die Investition sonst nicht lohnt. Wenn die Kamera nicht das tut, was sie soll, dann ist das Ergebnis nicht brauchbar.

Es ist also besser, sich vor Anschaffung einer Überwachungskamera ein wenig mit dieser Materie aueinander zu setzen.

Wenn Sie den Aufwand scheuen, dann zögern Sie bitte nicht, unser Team von Blick-Store anzurufen oder ein mail an die service@blick-store zu schicken.


Wir beraten Sie gerne bei der Planung und Umsetzung einer Überwachungsanlage!

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B

Bildrate für Überwachungskameras

Bildwiederholrate bei Überwachungskameras

Die Bildrate bei Videoüberwachungskameras, oft als fps - frames per second genannt, gibt die Anzahl der Bilder pro Sekunde, mit der der Videostream der Überwachungskamera aufgezeichnet wird, wieder.xxx

Bei einer Anlage mit einem Aufzeichnungssystem, also einem Videorekorder, ist es notwendig, den geforderten Speicherplatz über die Größe der Festplatten vorab zu bestimmen. Dies lässt sich mithilfe von Berechnungstabellen, die online zu finden sind, sehr gut kalkulieren. Hier spielen Faktoren wie Auflösung der Kamera (die am meisten verbreitete Auflösung beträgt 2MP, also Full HD - 1920 Pixel x 1080 Pixel), Kompressionsverfahren (H.264 oder H.265) und Dauer der gewünschten Aufzeichnung eine große Rolle.

Größere Festplattenkapazitäten sind erforderlich bei

1. höherer Bildrate pro Sekunde

2. längerer Aufzeichnungsdauer

3. höherer Auflösung der Kamera

4. schlechter Beleuchtung der Szene

5. geringerer H.264 Kompression (bei Szenen mit viel Bewegung im Bild)

Die heutigen Überwachungskameras liefern selbst bei hoher Auflösung mit 5 Megapixel noch 25 bis 30 Bilder pro Sekunde. Für die Dauer der Aufzeichnung spielt die Bildrate eine nicht unerhebliche Rolle, wie das folgende Beispiel zeigt:

Überwachungssystem mit Rekorder und 4 Außenkameras Full HD und 25 Bildern pro Sekunde/Kamera, H.264 Kompression, Aufzeichnungsdauer 30 Tage: Festplattengröße 5,2TB

Überwachungssystem mit Rekorder und 4 Außenkameras Full HD und 5 Bildern pro Sekunde/Kamera, H.264 Kompression, Aufzeichnungsdauer 30 Tage: Festplattengröße 1TB

Bei einer Reduzierung der Bildrate von 25 Bildern/Sekunde auf 5 Bilder pro Sekunde wird nur noch 1/5 der ursprünglichen Festplatte benötigt. Das heißt, die Festplattengröße von 5TB erlaubt eine Aufzeichnungsdauer von fast einem halben Jahr statt nur einem Monat.

Es stellt sich die Frage, wieviele Bilder pro Sekunde tatsächlich aufgezeichnet werden müssen. Wenn Sie eine Überwachungsanlage für Ihr Haus, Grundstück oder Lagerhalle planen, reicht eine Bildwiederholrate von 3 - 5 Bilder vollkommen aus. Wenn schnelle Bewegungen wie zum Beispiel im Kassenbereich oder im Kasino aufgezeichnet werden, so wird eine Bildrate von 15 bis 25 Bildern pro Sekunde verwendet. Allerdings ist auch oft eine ruckelfreie Wiedergabe gewünscht, die man erst ab etwa 15 Bildern erreicht.

I

IR LED - Die Nachtbeleuchtung der Videoüberwachung

IR - LED Beleuchtung bei Überwachungskameras

Überwachungskameras arbeiten mit Bildsensoren, die über den für das menschliche Auge sichtbaren Bereich (380 Nanometer bis 780 Nanometer) hinaus das elekromagnetische Spektrum bis 1000nm abdecken. Diesen Vorteil nutzt man in der Videoüberwachung, um Szenen bei Nacht auszuleuchten: Infrarot LED`s, die bei vielen Überwachungskameras zum Einsatz kommen, senden das Licht mit einer Wellenlänge von 850nm, was das menschliche Auge nicht wahrnimmt (von einem leichten Rotglimmen abgesehen). Für den Sensor allerdings erscheint die Szene taghell, wenn auch nur in Schwarz/Weiß (da das Farbspektrum auch bei 780nm aufhört). Bei zum Beispiel militärischen Anwendungen oder Tierbeobachtungen kommen auch IR-LED`S von 940nm zum Einsatz, da hier das rötliche Glimmen fehlt.

Heutige Überwachungskameras haben oft IR LED`s eingebaut, die über eine Reichweite von 15 Metern bis hin zu 200 Metern (PTZ Domes) verfügen. Bei den Angaben der Hersteller sollte man etwas vorsichtiger sein, da die Angaben über den tatsächlichen Leistungen liegen. Wenn kein vorheriger Test möglich ist, sollte man von 70% der Angaben ausgehen.

Eingebaute IR LED`s haben aber nicht nur Vorteile: Für Insekten wirkt der Infrarotbereich ähnlich anziehend wie Beleuchtung im sichtbaren Bereich, was zur Folge hat, dass sich nachts vor dem Objektiv der Kamera einiges tut. Im Sommer kann es ärgerlich sein, da die Kamera nicht viel sieht, sodass auch Zusatzfunktionen wie z.B eine Videoanalyse nicht mehr möglich ist.

Abhilfe schafft ein separater IR-LED Strahler, der in einem Abstand von etwa 1-2 Metern zur Kamera installiert wird. Die IR LED`S der Kamera können zudem ausgeschaltet werden. IR-LED Strahler gibt es mit verschiedenen Leistungen, die entsprechend der Leuchtweite ausgesucht werden können.

Ein weiteres Problem können Spinnen darstellen, die ihre Netze direkt vor dem Objektiv bauen. Hier gibt es sogenannte "Anti-Spider" Sprays, die gute Dienste leisten.

Generell sind eingebaute IR LED`S eine gute Wahl, da sie ohne Aufwand genutzt werden können und in 90% aller Fälle gute Arbeit leisten. Im Privatbereich reichen die Leistungen der eingebauten LED auch aus.

L

Lexikon der Videotechnik

Für den Fachmann gängige Begriffe, für den Anwender oft unverständliche Begriffe, die in Prospekten und Datenblättern verwendet werden.

Wer kennt schon Begriffe wie WDR, AGC und POE? Wenn ein Überwachungssystem für das eigene Haus geplant sind, werden diese Begriffe allerdings sehr wichtig, denn das Ergebnis einer Überwachungskamera sollte perfekt sein, da sich die Investition sonst nicht lohnt. Wenn die Kamera nicht das tut, was sie soll, dann ist das Ergebnis nicht brauchbar.

Es ist also besser, sich vor Anschaffung einer Überwachungskamera ein wenig mit dieser Materie aueinander zu setzen. Wenn Sie den Aufwand scheuen, dann zögern Sie bitte nicht, unser Team von Blick-Store anzurufen oder ein mail an die service@blick-store zu schicken.

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N

NVR - Netzwerkvideorekorder

NVR - Netzwerkrekorder

Der früher oft verwendete Begriff DVR - Digitaler Videorekorder wird heute durch den Begriff NVR - Netzwerkvideorekorder ersetzt, da sich IP-Kameras, also Netzwerkkameras, zunehmend durchsetzen und die Signalverarbeitung über das IP-Protokoll stattfindet. 

Der NVR speichert die Kamerasignale in digitaler Form (IP-Signal) auf eingebauten Festplatten, die die Archivierung für einen sehr langen Zeitraum garantieren können. Anhand von Berechnungstabellen lässt sich die Festplattengröße für die Archivierung für einen bestimmten Zeitraum recht genau bestimmen. Hierzu sind notwendig:

- Anzahl der angeschlossenen Kameras

- Auflösung (1,3MP, 2MP, 3MP, 5Mp und mehr)

- Bilder pro Sekunde

- Kompressionsart (H.264, H.265, MJPEG)

- Aufnahmedauer

Der große Vorteil des Netzwerkrekorders ist der dezentrale Anschluss von Kameras. Es ist nicht mehr notwendig, die Kameras direkt an den Rekorder anzuschließen, sondern alle IP-Kameras werden in ein Netzwerk gestellt, so wie auch der Rekorder. Dabei spielt es keine Rolle, wo sich der Rekorder befindet, solange sich die Kameras im gleichen Netzwerk befinden.

Der NVR lässt sich mit einem herkömmlichen PC realisieren, wobei es eine Vielzahl von geeigneten Software-Lösungen, auch VMS genannt, sowohl kostenpflichtig als auch kostenfrei gibt. Eine sehr gute Lösung bietet die Firma Digivod (www.digivod.de) , mit der sich die Kameras sehr intuitiv und zuverlässig verwalten lassen. Man sollte allerdings die nicht unerhebliche Datenmenge, die bei Videostreams entstehen, bei der Wahl des PC`s beachten.

P

P2P oder Plug & Play

P2P Technologie - der einfache Weg, Kameras zuhause zu installieren und von überall darauf zuzugreifen!

Sie finden in unserem Shop viele Kameras, die mit der sogenannten P2P Technologie ausgestattet sind, aber was ist P2P?

Es ist ein Dilemma: Die richtige Kamera für die Überwachung zuhause, ob Hauseingang, Garten, Ferienhaus oder der Haustiere ist gefunden. Fehlt nur noch die Einbindung in das Netzwerk und die Möglichkeit, das Live-Video auf das Smartphone zu bekommen.

Hier kommt für viele die erste große Hürde. Hat man endlich jemanden gefunden, der sich damit auskennt, werden Begriffe genannt, die man noch nie gehört hat, geschweige denn umsetzen kann. Zuerst geht es an das Problem der dynamischen Adressenvergabe. Hierzu müssen die Anwender einen DDNS Service finden. Dann gibt es noch das NAT Problem. Die meisten privaten Netzwerke nutzen Router für NAT, sodaß das App auf dem Smartphone die IP Kamera nicht direkt ansprechen kann. Desweiteren müssen die Ports am Router freigeschaltet werden, damit es eine Verbindung gibt. Das wiederum setzt eine statische Adresse in der Kamera voraus. Spätestens jetzt wird es für die Meisten zu kompliziert und man verwirft den Gedanken des Fernzugriffs. Ohne IT Kenntnisse ist diese Art der Kameraeinrichtung nur unter viel Geld- und Zeitaufwand möglich.

Nutzer von Glasfaseranschlüssen, die mit IPv6 (DSLite Tunnel) arbeiten, oder Smartphone Besitzer, deren Provider leider keine öffentlichen WAN Adressen zur Verfügung stellen, kennen dieses Problem sehr gut.

Dies hat sich glücklicherweise mit der P2P Technologie erledigt. Seit etwa 2 Jahren wird diese Art der Verbindung angeboten, und seit einem Jahr ist es eine zuverlässige Technik, die von immer mehr Herstellern eingesetzt wird.

Vorzugsweise findet man P2P bei Kameras für den Privatgebrauch, da hier der Wunsch nach einer unkomplizierten Einrichtung im Vordergrund steht. Die Technologie schafft auch die Möglichkeit, daß mehr als ein Smartphone zur gleichen Zeit auf dieselbe Kamera zugreifen kann.

Die Inbetriebnahme der P2P Kamera ist in wenigen Augenblicken durchgeführt. In der Regel wartet man auf die Bestätigung der e-mail, die für die Einrichtung bei den meisten Anbietern notwendig ist, einige Minuten. Bei unseren Tests mit verschiedenen Anbietern hat es auch schonmal 45 Minuten gedauert.

Fast alle P2P Kameras werden über WLAN in Ihr Heimnetzwerk eingebunden. Das bedeutet noch weniger Kabel und schnellere Einbindung.

Sollten Sie dennoch kabelgebundene Kameras verwenden wollen, die nicht P2P fähig sind, so finden Sie bei uns Aufnahmerekorder mit der P2P Fähigkeit, an den Sie Ihre kabelgebundenen Kameras anschließen. Somit können Sie von außerhalb über den Rekorder auf Ihre Kameras zugreifen.

In unserer Kategorie Plug & Play Kameras finden Sie Lösungen für verschiedene Anwendungsbereiche: Die Überwachung von Haus und Hof, Grundstücke, Ferienhäuser, die Beobachtung Ihres Babys oder der Haustiere während Ihrer Abwesenheit. Wenn Sie also aus der Ferne sehen möchten, ob zuhause oder bei der Oma alles in Ordnung ist, benötigen Sie keine speziellen Kenntnisse mehr, sondern schließen die Kamera einfach nur an Ihr Heimnetzwerk. Alles Andere zeigt Ihnen das APP an.

POE

POE ist die Abkürzung für Power over Ethernet und beschreibt die Spannungsversorgung des angeschlossenen Gerätes über das vorhandene Netzwerkkabel. Durch die Verwenung von POE spart man die externe Spannungsversorgung und dementsprechend die Kabelverlegung. Das Gerät ist dann mit nur einem Kabel an einem Switch angeschlossen, um sowohl die Daten zu übertragen als auch das Gerät mit Spannung zu versorgen.

Voraussetzung hierfür ist,

a. daß das angeschlossene Gerät POE tauglich ist

b. daß ein sogenannter POE-Switch 

verwendet wird.

POE Switche sind heutzutage ein Standardprodukt und unterscheiden sich kaum im Preis. Bitte darauf achten, daß der Switch tatsächlich ein POE-Switch ist.

W

WDR

WDR (Wide Dynamic Range)

In einer Szene mit extrem hellen und dunklen Bereichen oder mit Gegenlicht, z. B. wenn eine Person vor einem hellen Fenster steht, erzeugt eine herkömmliche Kamera Bilder, auf denen Objekte in den dunklen Bereichen nahezu unsichtbar sind.

WDR löst dieses Problem mithilfe verschiedener Methoden, so dass die Objekte sowohl in den hellen als auch in den dunklen Bereichen gut zu erkennen sind. WDR (Wide Dynamic Range) gleicht starke Kontrast- und Helligkeitsunterschiede aus.

Das Prinzip: Jedes Bild wird mehrmals mit unterschiedlichen Belichtungszeiten aufgenommen, sodass immer ein anderer Bereich im Bild optimal belichtet ist. Beispielsweise wird ein dunkler Hintergrund bei langer Belichtung optimal ausgeleuchtet – der helle Vordergrund hingegen ist nur bei kurzer Belichtung zu erkennen. Die Kamera wählt automatisch die besten Bildausschnitte aus und setzt daraus das Gesamtbild digital zusammen.

Kameras mit der WDR Technologie finden oft Anwendung in Eingangsbereichen, wo die Kamera die Personen beobachtet, die das Gebäude betreten. Kameras ohne WDR zeigen diese Personen viel zu dunkel, da die Kamera siche auf den hellen Bereich im Hintergrund einstellt. Kameras mit WDR-Funktion können mit dieser Lichtsituation besser umgehen: Die hellen Flächen werden abgedunkelt, die dunklen Stellen in der Helligkeit angehoben. So werden Personen besser identifiziert.