+49 (0)2433 - 96 42 580

Tipps für die Kamerainstallation

Der richtige Installationsort der Kamera - Lichtbedingungen und Objektgrößen

1. Der größte Feind: Gegenlicht

Für eine optimale Videoqualität sollte der Richtige Platz für die Kamera sorgfältig ausgewählt werden. Bevor die Löcher für die Halterung gebohrt werden und das Kabel fest verlegt wird, sollte man den Kamerastandort auf mögliche Gegenlichtquellen hin überprüfen.

a. Sonnenverlauf:
Wenn die Sonne im Laufe des Tages in das Objektiv einfallen sollte, ist jede noch so gute Kamera überfordert. WDR-Technologie und Gegenlichtkompensation können bestimmte Arten von Gegenlicht ausgleichen, aber eine direkte Sonneneintrahlung führt in den meisten Fällen zu unbrauchbaren Bildern. Versuchen Sie deshalb die Kamera nie ins Sonnenlicht zu richten und bedenken Sie den Lauf der Sonne. Selbst wenn Sie die Kamera weiter nach unten schauen lassen, kann es passieren, dass die am Abend tiefstehende Sonne einfällt und jede Beobachtung durch die Kamera verhindert. Den optimalen Standort zu finden kann etwas Geduld erfordern, dafür erhalten Sie am Ende ein zufriedenstellendes Ergebnis.

b. Autoscheinwerfer, Straßenlampen und Hausbeleuchtung:
Am Haus montierte Außenstrahler lassen sich in die Wahl des richtigen Kamera-Standortes relativ leicht mit einbeziehen. Bei anderen Gegenlichtquellen, wie zum Beispiel Autoscheinwerfern, sollte man die Situation zuerst einmal beobachten, um auszuschließen, dass es zu direktem Lichteinfall kommt.

2. Bestimmung des zu überwachenden Bereichs

Bestimmen Sie zuerst den Bereich, den die Kamera abdecken soll. Hierzu ist es wichtig, den richtigen Winkel zu bestimmen. Bedenken Sie, dass Objekte kleiner werden, je größer der Winkel ist. Man hat zwar einen großen Bereich erfasst, kann aber die Objekte nicht richtig identifizieren.

Ein praktisches Hilfsmittel zur Bestimmung des richtigen Winkels finden Sie hier.

Anwendung: Die Brennweite des Objektivs können Sie oben ablesen. Sie suchen Ihren Standort mit Google Maps, und drücken dann "add camera". Die Kamera können Sie im Anschluss drehen und einstellen. Nach Eingabe des Sensors (bei den meisten Kameras ist es 1/3") und der Auflösung haben Sie das Ergebnis. Entsprechend der Brennweite suchen Sie die passende Kamera. Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob der richtige Winkel gefunden ist, so wählen Sie eine Kamera mit variabler Brennweite wie zum Beispiel 2,7mm - 12mm. So können Sie manuell einen Winkel von 28° bis 92° einstellen. Einige Kameras haben auch ein motorisiertes Fokus/Zoom Objektiv: Bei diesen Kameras stellen Sie den Winkel ganz bequem von PC aus ein.

3. Installationshöhe

Bei einer Anbringung im Außenbereich sollte eine Höhe von mindestens 3 Metern gewählt werden, damit die Kamera nicht absichtlich oder unabsichtlich verdreht, abgedeckt oder beschädigt werden kann. Bei einer niedrigeren Installationshöhe wäre es für Einbrecher ein Leichtes, die Kamera zu sabotieren. Die Versorgungs- und Datenkabel sollten ebenfalls nicht erreichbar sein, idealerweise gar nicht oder kaum sichtbar. Im Innenraum ist diese Höhe oft nicht zu realisieren, aber dort ist die Höhe nicht so relevant wie im Außenbereich.

4. Stabile Montage

Damit die optimal justierte Kamera auch noch Jahre später den eingestellten Bereich beobachtet, ist die sichere und stabile Montage der Kamera wichtig. Die zu den Kameras passenden Halterungen sind stabil ausgeführt und verwinden sich nicht bei Sturm. Sie sollten mit 4 Schrauben gefestigt werden.