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7 Fragen für die Auswahl der richtigen Kamera

7 Schritte für die Wahl der richtigen Kamera!


Unser Webshop bietet Ihnen zwei Hilfestellungen, um die richtige Kamera zu finden:

Die Filtersuche, die Sie auf der linken Seite der Artikelübersicht sehen (siehe Beispiel hier).

Der Auswahlassistent, der Sie Schritt für Schritt zu der für Ihre Zwecke optimalen Kamera führt.

Für die Auswahl der optimalen Videokamera sollten allerdings vorab einige Fragen beantwortet werden, sodass Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind und viele Jahre Freude daran haben. Folgende Punkte geben Ihnen ein paar wichtige Anhaltspunkte bei Ihrer Auswahl:

1. Einsatzort 

Wird die Kamera außen montiert, egal, ob sie direkter Nässe ausgesetzt ist oder regengeschützt installiert ist, sollte es eine IP66 oder IP67 klassifizierte Kamera sein. So ist sichergestellt, dass keine Nässe oder Feuchtigkeit in das Gehäuse dringt und die Kamera zerstört. Eine für den Innenbereich gedachte Kamera mag einige Zeit auch draußen funktionieren, aber es wird zwangsläufig nach einiger Zeit zum Ausfall kommen.

2. Einsatz bei Tag und bei Nacht 

Es muss klar sein, ob die Kamera auch nachts und in dunklen Räumen vernünftige Videos aufzeichnen soll oder ob sie nur bei Tag oder in ständig erhellten Räumen zum Einsatz kommt. Sogenannte IR (oder Nachtsicht) LED's senden ein Licht aus, das vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen wird, für den Kamerasensor aber taghell erscheint. Da sich die IR-Frequenz oberhalb des Farbspektrums bewegt, sind die Videos nicht mehr farbig, sondern schwarz/weiß.

Die in den Kameras eingebauten IR / Nachtsicht LED's haben unterschiedliche Reichweiten. Dies gilt es zu bedenken, wenn zum Beispiel ein Grundstück oder eine lange Einfahrt überwacht wird. Die Reichweite sollte im Außenbereich wenigstens 15-20 Meter betragen, im Innenbereich reichen in der Regel 5-10 Meter. Achten Sie auf das Symbol "Nachtsicht", und prüfen Sie die Reichweite der LED in dem Datenblatt der Kamera.



3. Spannungsversorgung der Kamera 

Die heutigen Kameras arbeiten zu 99% mit 12V Gleichspannung, das heißt es wird in der Regel ein Netzteil verwendet. Sollte am Installationsort der Kamera eine Steckdose oder andere Spannungsquelle vorhanden sein, so reicht es, wenn bis zur Kamera ein Datenübertragungskabel gelegt wird. (Später wird noch auf die WLAN-Übertragung eingegangen)

Wenn sich am Installationsort keine Spannungsquelle befindet, so gibt es die Möglichkeit der POE-Versorgung. POE heißt Power Over Ethernet und beschreibt die Spannung über das Netzwerkkabel. Hier wird die Versorgungsspannung der Kamera zusammen mit den Daten über das Netzwerkkabel geschickt. Voraussetzung hierfür ist eine POE taugliche Kamera (mittlerweile sind 80% der angebotenen Videokameras mit POE ausgerüstet) und ein sogenannter POE Switch.



4. Art der Übertragung 

Für die sichere Übertragung von Videosignalen bietet sich das Standard-Netzwerkkabel an - mit der Hilfe von Netzwerk Extendern lassen sich hierbei Längen von über 800 Metern erreichen! Es ist jedoch nicht überall möglich, ein zusätzliches Kabel zu verlegen. Für solche Fälle bieten sich WLAN Kameras an. Ihre Technologie ist sehr zuverlässig, obgleich die Reichweite immer noch stark von Wänden oder anderen Hindernissen abhängt. Für den Fall, dass die Kamera zu weit vom WLAN Router entfernt installiert ist, ist es möglich WLAN Repeater einzusetzen, um die Reichweite erhöhen.

5. Auswahl des Objektivs

Einer der wichtigsten Schritte ist die Auswahl des für den Anwendungszweck geeignetes Objektivs, damit der zu beobachtende Bereich von der Kamera auch wirklich erfasst wird. Eine Vielzahl von Kameras haben bereits ein sogenanntes "varifocal", also ein variables Objektiv, das einen großen Winkelbereich abdecken kann, zum Beispiel von 25° bis 90° einstellbar. Dies geschieht manuell oder mit motorisiertem Objektiv, das bequem vom PC aus ferngesteuert werden kann. Es sollte also vor dem Kauf einer Kamera festgestellt werden, welcher Winkel abgedeckt werden muss. Der folgende Link führt Sie zu einem Objektivrechner, bei dem Sie die maximale Entfernung und die Breite (oder Höhe) eingeben. Wichtig ist außerdem die Angabe des Kamerasensors, den Sie bei uns in allen technischen Details finden. Hier können Sie das passende Objektiv mit dem richtigen Beobachtungswinkel berechnen.

6. Live-Bild oder Aufnahme?

Mit unseren Plug & Play Kameras (P2P) können Sie über eine App das Live Video direkt auf Ihrem Handy sehen - die Einrichtung ist in wenigen Minuten erfolgt. Doch was ist, wenn Sie sehen möchten, was vor 5 Minuten oder 2 Stunden passiert ist? Sie können auf dem Live Video zwar sehen, dass Ihre Haustüre offen ist, aber Sie wissen nicht, wie es dazu kam oder wie lange sie schon aufsteht. Um das Video auch aufzeichnen zu können benötigen Sie entweder eine SD-Karte in der Kamera oder einen angeschlossenen Rekorder. Bei einem integrierten SD Karteneinschub können Sie die SD Karte (in den meisten Fällen ist es eine Mikro-SD Karte) einfach einlegen, und die App greift darauf zu. Alternativ können Sie Ihre Kamera an einen Rekorder anschließen, der alle Videostreams aufzeichnet. Aufgrund der höheren Aufnahmekapazität ist das die Standardlösung bei professioneller oder gewerblicher Videoüberwachung. Auch hierbei lässt sich der Zugriff über eine App kontrollieren, nur dass die App nicht auf die Kamera, sondern auf den Rekorder zugreift.

7. Vergessen Sie nicht das Zubehör!

Zu allen Kameras gibt es verschiedene Halterungen im Zubehör (Im Webshop finden Sie unter den jeweiligen Kameras die dafür passenden Halterungen): Wand-, Decken-, Mast- oder Eckhalterungen. Bis auf einige Ausnahmen ist die passende Halterung notwendig, um die Kamera richtig zu platzieren. Einige Halterungen haben einen sogenannten "Anschaltkasten", in dem sich alle Kabel wetterfest unterbringen lassen.